Lesung

Der Meister der morbiden Fantasien: Fitzek-Lesung im Eventum Wittlich

Am 06.04.2018 eröffnete das 13. Eifel Literaturfestival mit einem ganz besonderen Gast: Sebastian Fitzek. Ein grandioser Auftakt zu dem diesjährigen Festival mit einem Weltklasse-Autor. Mit über 1446 Plätzen waren im Vorfeld alle Tickets ausverkauft. Gut, dass wir uns unsere bereits vor einigen Monaten gesichert hatten.

Der Meister der morbiden Fantasien

Sebastian Fitzek ist als Meister der morbiden Fantasien bekannt. Seine Werke haben sich bislang 10 Millionen Mal verkauft und wurden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt. Es heißt, wenn man einen Fitzek liest, knistern die Seiten. Dieses Knistern haben wir auch bei der Lesung im Eventum gespürt.

Einlass ins Eventum

Einlass war um 19:00 Uhr, ein Glück, dass wir bereits gegen 18:30 Uhr dort waren. Zu dem Zeitpunkt war der Eingang zwar noch sichtbar, aber eindeutig nicht mehr erreichbar. Die Besucherschlange wand sich um den gesamten Platz, das Ende verschwand irgendwann hinter der Festhalle, wer weiß, wie lang sie tatsächlich war. Kein Wunder bei 1446 Menschen. Ich besuchte die Lesung mit meiner Mami, die mich zu allen literarischen Anlässen begleitet, Pia, die Ihr im Beitrag über die LBM bereits kennengelernt habt, und  Pias Nichte. Als die Halle um 19:00 Uhr ihre Tore öffnete, verlief der Einlass zügig. Wir ergatterten sehr gute Plätze und warteten gespannt auf die Lesung, die um 20:00 Uhr beginnen sollte.

Nicht ohne ein Buch!

An diesem Abend würde Sebastian Fitzek aus Flugangst 7A lesen. Daher war meine erste Amtshandlung, nachdem wir uns die super Plätze gesichert hatten, ein Buch zu kaufen – das Buch, nämlich Flugangst 7A. Während der Einlass lief, war an dem Bücherstand mäßig bis wenig los und das musste ich ausnutzen. Meine Mami scheuchte ich später auch noch dorthin. Sie hat die Angewohnheit, sich zwei Dinge auszusuchen und sich für eines entscheiden zu wollen, aber keines zu nehmen. Mit etwas Druck läuft das aber ganz gut und ich habe ihr gedroht, sie dürfte erst wiederkommen, wenn sie ein Buch gekauft hatte.

Alle guten Dinge sind drei: die Vorredner

Weil es sich bei der Veranstaltung letzten Freitag um die Eröffnung des Eifel Literaturfestivals gehandelt hat, gingen der Lesung drei Reden voran, die die Gäste mehr oder minder ungeduldig über sich ergehen ließen. Immerhin war niemand von uns für die drei Redner da. Doch sie kündigten Sebastian Fitzek gebührend an und steigerten die Spannung zum eigentlichen Event. Die letzte Rede hielt mein ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums, an dem ich selbst vor kurzem noch eine Lesung halten durfte. Er ist der Begründer des Literaturfestivals, der in diesem Jahr hochkarätige Leser wie Pater Anselm Grün oder Charlotte Link und an diesem Abend Sebastian Fitzek für die Veranstaltung gewinnen konnte.

Die Lesung: Zwischen Profi und Privatperson

Sebastian Fitzek ist ein Charaktermensch durch und durch. Mit seinem Charme und seinen humorvollen Erzählungen dominiert er die Bühne und begeistert seine Zuhörer mit Anekdoten und Erzählungen aus dem Autorenalltag. Wer steckt hinter diesen spannungsgeladenen Psychothrillern? Er erzählte uns mit einem Schmunzeln, dass er zu Beginn seiner Autorenkarriere einen Leserbrief erhalten hätte, in dem sich die Leserin darüber enttäuscht gab, wie er denn aussehe. Sie hätte sich einen Autor in diesem Genre ganz anders vorgestellt. Tatsächlich läuft da kein unheimlicher Psycho über die Bühne, sondern ein sehr sympathischer Mann, der seine Inspirationen im Alltag findet. Etwa dann, wenn es klingelt und der Paketdienst ein Paket für einen Nachbarn zustellt.

Publikumsmagnet Fitzek

Seine außergewöhnliche 1-Mann-Show honorierte das Publikum mit nicht abbrechen wollendem Applaus. Dr. Zierden beendete die Veranstaltung, indem er bat, sich gesittet am Signiertisch anzustellen. Sprachs, während die ersten Personen bereits aufsprangen und wie bekloppt auf den Tisch zurannten. Dem folgte ein rechtes Chaos, in dem sich mindestens drei Schlangen bildete, die alles andere als gesittet aussahen. Alle wollen ein Stückchen Fitzek. Verständlich, denn auch nach der 500. Unterschrift schenkt dieser seinen Lesern noch immer ein munteres Lächeln.

Keine Signatur für Anika

Wir saßen zu weit von dem Signiertisch entfernt, um überhaupt den Versuch zu wagen, an Fitzek heranzukommen, der, so kündigte Zierden groß an, sicher bis nach Mitternacht signieren würde. Wir verließen die Eventhalle im Rausch eines unvergesslichen Abends und mit tollen Büchern in der Hand, die zwar nicht signiert, dafür aber eine nicht minder schöne Erinnerung darstellen.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.