Über das Schreiben

Fünf Tipps für alle, die schreiben möchten

Schreibtipps gefällig? Ich behaupte zwar nicht, unangetasteter Profi darin zu sein (nämlich null, ich lerne auch nach drei Jahren noch immer dazu), aber nach vier Publikationen und dreieinhalb fertigen Buchbabys in der Schublade möchte ich gerne meine Best-of-Schreibtipps mit Euch teilen.

#1 Eine Idee, die fesselt

Das ist jetzt vermutlich leichter gesagt, als getan, wenn Ihr noch keine Idee habt. Ein Patentrezept zur Ideenfindung gibt es wohl auch nicht. In einem meiner vergangenen Blogposts diesen Jahres habe ich Euch ja schon erzählt, wie mir gute Ideen kommen. Aber ich denke, da muss sich jeder selbst mit auseinandersetzen. Was ihr jedoch machen könnt: Macht Euch Gedanken, was Euch an anderen Büchern gefällt oder nicht gefällt: Mögt Ihr weibliche Protagonisten? Oder seid Ihr die so richtig leid? Dann schreibt doch aus Perspektive eines Mannes. Ihr mögt den klassischen Spannungsaufbau nicht? Dann verändert die steigende Kurve und baut Gefälle und Steigung ein. Es gibt vieles, das Ihr Euch bei anderen Büchern abgucken, aber auf Eure Weise umsetzen könnt. Ich selbst verstecke zum Beispiel gerne Easter Eggs zum Thema Harry Potter in meinen Büchern.

#2 Ein Ort, an dem Ihr Euch wohlfühlt

Bei mir ist das mein Schreibtisch. Aber an einem Schreibtag, an dem ich 10.000 Wörter schreibe, verändere ich meine Positionen und wandere vom Schreibtisch zum Sofa zum Küchentisch. Veränderungen tun gut, auch beim Schreiben. Sorgt dafür, dass Ihr immer alles griffbereit habt, was Ihr braucht. Etwas zu trinken, Notizzettel, Naschereien, eine Wolldecke…

#3 Ein PC mit Internetanschluss

Ihr mögt Euch jetzt sicherlich denken: Haha. Aber dem ist tatsächlich so. Ich habe schon an Geräten ohne Internetzugang gearbeitet. Bewusst, um der Ablenkung zu entgehen. Für mich ist es aber effektiver, Internet zu nutzen. Man muss nur den Sozialen Medien widerstehen. Ich nutze das Netz während des Schreibens für Recherchen. Für #projekted bin ich tief in heidnische Rituale eingetaucht. Dazu wollte ich mir nicht x Bücher vorab kaufen, sondern habe bequem im Internet gestöbert. Praktisch.

#4 Ziele, die Ihr Euch regelmäßig setzt

Das ist sozusagen der Geheimtipp. Ich schreibe viel – trotz Beruf und Privatleben. Das liegt zum einen natürlich daran, dass ich das Schreiben mit dem Privatleben verbinden kann. Zum anderen liegt es aber auch an den Zielen, die ich mir setze. Wenn ich richtig in einem Projekt drin bin, schreibe ich freitags zwischen 8.000 und 10.000 Wörtern. Seit meinem neuen Job schreibe ich montags bis donnerstags wenig, peile allerdings immer rund 1.000 Wörter an. An manchen Tagen ist das enorm, an anderen ein Klacks. Es ist Tagesformabhängig, bringt aber eine wohltuende Regelmäßigkeit.

#5 Durchhaltevermögen

Durchhaltevermögen ist vermutlich die wichtigste Zutat im Schreib-Kuchen. Ein Buch zu schreiben verlangt viel Disziplin. Manche Kapitel wollen gelöscht werden, selbst wenn Ihr kurz vor dem Ziel steht. Eine Stufe vor, zwei zurück. Manchmal auch umgekehrt. Das ist der anstrengende Weg zu einem fertigen Roman. Man muss hart arbeiten, aber es lohnt sich.

 

 

 

 

 

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1 Comment

  • Reply
    Alina Kunterbunt
    04/08/2018 at 14:54

    Liebe Anika,
    was für ein interessanter Beitrag und was für tolle Tipps!
    Dankeschön dafür :)

    Hab ein feines Wochenende,
    Alina <3

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