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Pizza, Pizza

Okay, heute wird es mal wieder so richtig superdupermegakrass privat. Haltet Euch fest, ich verrate Euch nämlich, was ich jeden Samstagabend seit geraumer Zeit mache: Pizza. Und während ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich Kinnwasser und sehne mich nach einem Samstag, der glücklicherweise nicht mehr allzu fern ist.

Alles begann mit der besten Pizza der Welt, die einer meiner vielen Mitbewohner aus meiner früheren WG bestellte. Es war eine riesige Pizza Diavolo ohne Fett. Unglaublich. DER Mitbewohner, also der, der immer noch mit mir zusammenlebt und das hoffentlich auch noch eine geraume Zeitlang macht, begründete daraufhin die Tradition des zunächst ständigen Pizza Bestellens. Wir hatten keinen festen Tag, es gab einfach immer Pizza, wenn wir Lust darauf hatten. Denn eine Pizza ohne Fett ist wie jeden Tag Weihnachten. Tja, und dann wechselte der Koch und die fettfreie Pizza war einmal. Wir probierten es noch ein paar Mal, waren aber jedes Mal zutiefst enttäuscht. Die Lösung: andere Lieferdienste testen. Aber eine Pizza war schlechter als die andere und dann kam uns endlich die zündende Idee: Wir machen alles selber: Bücher, Lesezeichen, Taschen, Badesalz und hin und wieder sogar Möbel – warum nicht auch die Pizza?
Das Problem an dieser Idee war, dass bisher jeder die Pizza bestellen konnte, auf die er Lust hatte. Wenn wir Pizza selber machen wollten, mussten wir uns auf einen Belag einigen. Was machten der Mitbewohner und ich? Wir stiefelten in den nächstbesten Supermarkt und begutachteten Pizza wie ein Paar auf Wohnungssuche. In dem Supermarkt Coop hier in der Schweiz gibt es dieses lustige Kühlregal, in dem bereits fertig belegte Pizzen in Frischhaltefolie baumeln. Wir sahen uns jede einzelne davon an. Und ich kann Euch sagen, die Suche hat sich gelohnt. Denn seitdem esse ich jeden Samstagabend die beste Pizza der Welt.

Und das braucht Ihr:

  • Pizzateig (selbstgemacht oder selbstgekauft)
  • Pesto Rosso (wir benutzen immer das Pesto von DM)
  • 500 g passierte Tomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • mindestens 3 Knoblauchzehen (besser 5 und am nächsten Tag keine wichtigen Verabredungen)
  • 1 kleine Chili
  • Oregano
  • Pfeffer
  • Salz
  • Salami Citterio 70 g
  • Prosciutto Hinterschinken (wenige Scheiben als Topping)
  • Oliven
  • 2 Packungen Mozzarella

Zunächst vermengt Ihr die Hälfte des Pesto Rossos mit 500g passierten Tomaten und ergänzt das um einen Spritzer Olivenöl. Salz und Pfeffer füge ich nach Gefühl bei, ebenso das Oregano. Dann bestreicht Ihr Euren Pizzateig mit der Sauce (nicht zu dick und nicht zu dünn) und presst den Knoblauch. Gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Anschließend verteilt Ihr die klein geschnittene Chili-Schote auf der Sauce und ergänzt sie noch einmal mit Pfeffer. Ich ziehe übrigens gleichmäßige Pfefferbahnen. Jetzt legt Ihr die Salamischeiben in den gewünschten Abständen auf die Pizza, ebenso die Oliven. Die Menge hängt von Eurem persönlichen Geschmack ab. Danach verteilt Ihr den klein geschnittenen Mozzarella. So und jetzt kommt die Pizza ab in den Ofen. Ja, richtig gehört, sie kommt jetzt schon in den Ofen. Und nein, den Schinken habe ich nicht vergessen. Bei vorgeheiztem Ofen (Umluft, 180) brutzelt die Pizza jetzt, bis der Mozzarella sanft verläuft, aber auf keinen Fall schwarz wird (Todsünde!!). Dann nehmt Ihr sie heraus und verteilt den Schinken in beliebigem Muster darauf. An dieser Stelle schalten wir den Ofen auf Ober- und Unterhitze um und schieben das Blech ganz nach unten. Wieso, weshalb, warum, kann ich Euch nicht erklären. Meiner Erfahrung nach arbeitet jeder Ofen je nach Alter und Marke ein bisschen anders und unsere Pizza wird mit dieser Variante nunmal perfekt. Nur Ober- und Unterhitze verbrennt sie, nur Umluft macht den Teig supermatschig. Deswegen kann ich Euch auch keine Uhrzeit mit auf den Weg geben, denn wir holen die Pizza immer dann heraus, wenn der Rand des Schinkens allmählich dunkler wird und sich die Mozzarella leicht golden färbt.

Die letzte Zutat – und die Wichtigste – ist Vorfreude. Damit wird Eure Pizza perfekt!

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