Über das Schreiben

Zeitmanagement

Das A und O für mich: Wie teile ich meine Zeit ein, damit ich möglichst viel davon ins Schreiben stecken kann. Für manche mag diese Einstellung ungesund wirken und vielleicht ist sie das für den ein oder anderen auch. Ich zähle allerdings zu den Menschen, denen es nur dann wirklich gut geht, wenn sie am Ende des Tages etwas geleistet haben. Für mich hat das nichts mit Druck zu tun, denn tatsächlich gehe ich nur Projekte an, die ich auch wirklich gerne mache. Was das Schreiben angeht, so kann ich dabei abschalten. Für mich ist das wie für andere Sport, Backen oder Sticker sammeln. Ohne würde ich durchdrehen. Die Bilder, die ich im Kopf habe, müssen raus!

Auch mein Tag hat nur 24 h

Leider. Ich hoffe ja noch immer darauf, dass unsere Tage irgendwann einmal 48 Stunden haben. Bis es soweit ist, muss ich mich organisieren. Ich arbeite montags bis donnerstags als Texterin in einem Schweizer Unternehmen. Um 6 Uhr verlasse ich das Haus, um 17 Uhr bin ich wieder da, wenn ich nicht noch mit dem Mitbewohner unterwegs bin, um Hasenverpflegung zu kaufen oder unsere Wohnung einzurichten, obwohl wir das Platzlimit bereits sprengen. Wir kochen abends zusammen und schauen uns gerne zum Ausklingen des Tages noch eine Serie an. Wie ich dabei trotzdem noch schreiben kann? Ja, wenn ich so auf meine Wortstatistiken schaue, frage ich mich das auch.

Sport ist Mord

Am Abend richte ich mir meist noch 1-2 Stunden ein, um meiner Autorentätigkeit nachzugehen. Würde ich das nur auf’s Wochenende beschränken, würde ich auf der Stelle treten. Über kurz oder lang würde mich das dann die Freude an dem kosten, was ich mache. Ich will Fortschritte sehen. Vielleicht ist Sport deshalb nicht mein Ding. Weil ich mich erstmal wochenlang abrackern müsste, ehe ich irgendeine Veränderung spüren würde. Aber genau das motiviert mich.

Eiserner Wille gepaart mit Leidenschaft

Ich habe jeden Tag einen Wordcount, den es zu knacken gilt. Unter der Woche sind das 1000 Wörter. An manchen Abenden schaffe ich 2000. An anderen schreibe ich gar nicht, weil wir unterwegs sind. Wichtig ist einfach, dass ich mir das Ziel setze. Freitags ist dann Vollpower angesagt. Gute Freitage beende ich mit 10.000 Wörtern. Am Wochenende setze ich mich auch gerne nochmal hin.

Jahresplan

Das eigentliche Geheimnis dahinter ist wohl mein Jahresplan. Habe ich im letzten Jahr noch planlos drauf los geschrieben, habe ich mir für 2018 einen Plan aufgestellt, wann ich was machen möchte. Bisher ist alles 1:1 aufgegangen.

Januar: #projektnyc schreiben

Februar und März: #projekted korrigieren

April: #projektoak schreiben

Kann man denn dabei noch kreativ sein? JA! Nachdem Soul of Stars herausgekommen war, war ich total planlos. Ich schrieb an mehreren Projekten gleichzeitig, nichts konnte mich so recht begeistern und die Ideen wollten nicht fließen. Als ich im September 2017 dann einen Plan gemacht habe, lief es plötzlich viel besser. Seitdem habe ich vier Bücher geschrieben, auch wenn ich erst eines davon publiziert habe.

Mein Rat

Ziele setzen und die Umsetzung in den Alltag integrieren. Das ist übrigens kein Garant, um wirklich ans Ziel zu kommen. Jeder Mensch tickt anders und für mich ist das der richtige Weg. Im Moment. Wer weiß, vielleicht ändert sich meine Einstellung eines Tages. Aber gerade bin ich der glücklichste Mensch der Welt, wenn ich nach Hause komme, schreibe und anschließend den Abend mit dem Mitbewohner, Netflix und einer Portion Eis ausklingen lasse. So schreiben sich die Bücher wie von selbst.

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